Persönliches Merkblatt — DJI Mini 4 Pro & DJI Neo 2 · A1/A3
C0 · <250 gUnterkategorie A1Nachweis bis 16.08.2031✓ Registrierung & Versicherung
Vor jedem Flug
Zentrale Checkliste — alles abhaken vor dem Start.
0 / 8 erledigt
Auf einen Blick
Die wichtigsten Zahlen, ohne irgendwas aufzuklappen.
Max. Höhe
120 m
über Grund
Max. Wind
10,7 m/s
Windstärke 5
Follow-Me
50 m
max. Abstand
VLOS Mini 4 Pro
≈ 142 m
berechnet
VLOS Neo 2
≈ 76 m
berechnet
Krankenhaus
100 m
Mindestabstand
Was du mit A1/C0 darfst
Fliegen über vereinzelte unbeteiligte Personen ist mit äußerster Vorsicht erlaubt — sollte aber möglichst vermieden werden.
Menschenansammlungen darfst du niemals überfliegen — ausnahmslos (Konzerte, volle Strände, Marktplätze, Einkaufsstraßen zur Öffnungszeit, Skipisten).
Maximale Flughöhe: 120 m über dem nächstgelegenen Bodenpunkt.
VLOS-Pflicht: ständiger Sichtkontakt mit bloßem Auge, Fluglage muss erkennbar sein.
Follow-Me-Modus (falls genutzt): max. 50 m Abstand zu dir.
Nachtflüge sind erlaubt, brauchen aber ein nach unten gerichtetes, grün blinkendes Licht — Details weiter unten bei „Nachtflug-Beleuchtung".
Details zu Höhe & FPV-Ausnahmen
Höhen-Ausnahme: innerhalb 50 m horizontal zu einem künstlichen Hindernis über 105 m Höhe (z.B. Windrad) darf bis zu 15 m über dem Hindernis geflogen werden — nur mit Genehmigung der zuständigen Stelle.
Reines Fliegen nach Kamerabild (FPV) ist nur mit einer zweiten, qualifizierten Person als Beobachter direkt neben dir erlaubt.
Hanglage/Gebirge: die 120 m-Grenze gilt über Grund, nicht über deinem Startpunkt — bei Gefälle unter dir kann die Drohne höher über Grund sein als der Höhenmesser anzeigt.
Wo du nicht fliegen darfst
Krankenhäuser & Notfalleinsätze: 100 m-Flugverbot in Deutschland.
Flughäfen & Kontrollzonen: viel Instrumentenflugverkehr, grundsätzlich meiden.
Naturschutzgebiete & Nationalparks: oft eigene Flugverbote zum Schutz von Wildtieren.
Luftsperrgebiete: absolutes Durchflugverbot, keine Ausnahme.
Luftsperrgebiete (Kennung XX-P): absolutes Durchflugverbot, keine Ausnahme. In Deutschland/Österreich aktuell keine eingerichtet, kann aber jederzeit (auch temporär) kommen.
Gefahrengebiete (Kennung XX-D, z.B. militärische Schießübungen): Durchflug offiziell erlaubt, aber riskant — vor Einflug möglichst Funkkontakt mit dem Fluginformationsdienst (FIS) aufnehmen, sonst meiden.
Militärische Tieffluggebiete: grundsätzlich meiden, auch unterhalb der eigenen Maximalhöhe — Gefahr durch tief fliegende Militärluftfahrzeuge.
Datenschutz & Privatsphäre
Grundsatz: Transparenz und Datensparsamkeit — nur aufnehmen, was wirklich nötig ist.
Verboten: gezieltes Eindringen in die Privatsphäre, Gesichtserkennung/automatisierte Auswertung.
Bei Widerspruch einer gefilmten Person: Aufnahme sofort löschen.
Mehr zur DSGVO-Anwendung
Im Zweifel: Aufnahmebereich meiden oder warten, bis die Person(en) den Bereich verlassen haben.
Gilt für Foto, Video und Ton — alle drei unterliegen der DSGVO, sobald Personen erkennbar/identifizierbar sind.
VLOS — maximale Sichtweite
Mini 4 Pro
≈ 142 m
CD = 373 mm
Neo 2
≈ 76 m
CD = 171 mm
Theoretische Obergrenze, keine Garantie für tatsächliche Erkennbarkeit — bei Gegenlicht/Dunst lieber näher fliegen.
Formel & Herleitung
Formel des Luftfahrt-Bundesamts: Entfernung (m) = 327 × CD (m) + 20 — CD ist die charakteristische Größe des UAS, bei einem Multikopter der maximale Abstand zwischen den Rotorspitzen. DJI gibt für beide Modelle keine offizielle "Diagonal Distance" an, daher wurde die größte offiziell publizierte Abmessung inkl. Propeller/Propellerschutz als CD verwendet (Mini 4 Pro: 373 mm Breite ausgefaltet inkl. Propeller; Neo 2: 171 mm Breite inkl. Propellerschutz).
Nachtflug-Beleuchtung
Mini 4 Pro: eingebautes grünes Blinklicht vorhanden, schaltet sich aber beim Filmen automatisch ab.
DJI Mini 4 Pro
Die eingebauten grün blinkenden Heckarm-Lichter schalten sich automatisch ab, sobald eine Videoaufnahme startet (Firmware-fest, nicht einstellbar). Reicht also nur für reine Nachtflüge ohne Filmen.
⚠ Gewichts-Falle
Die Mini 4 Pro wiegt ab Werk knapp unter 249 g — nur ca. 1 g Puffer zur 250-g-Grenze der C0-Klasse. Ein zusätzliches 6-g-Licht würde sie über 250 g bringen und aus der C0-Klasse heraus. Das externe Licht daher nur an der Neo 2 (151 g + 6 g bleibt problemlos unter 250 g). Für Nachtaufnahmen mit der Mini 4 Pro im Zweifel auf die Neo 2 ausweichen oder ohne Filmen fliegen.
Während des Flugs
Akkustand mind. einmal pro Minute checken
Drohne im Blick behalten, nicht dauerhaft aufs Display starren
Bemannte Luftfahrzeuge haben immer Vorrang — bei Annäherung sofort Höhe reduzieren oder landen
MeldepflichtNur bei schwerer Verletzung, Tod oder Beinahe-Kollision+
Ein Vorfall muss nur gemeldet werden bei: schwerer Verletzung/Tod durch die Drohne, oder Beinahe-Kollision/Vorfall mit einem bemannten Luftfahrzeug. Kostenlose Online-Meldung, keine Sanktion allein aufgrund der Meldung: